Erinnerungsstätte "13. März 1989"


Die Erinnerungsstätte „13. März 1989“ in Völkershausen erinnert an eines der einschneidendsten Ereignisse in der jüngeren Geschichte der Region. Am 13. März 1989 kam es in der damaligen DDR im Kalibergbau zu einem schweren Gebirgsschlag – einer plötzlichen, durch Spannungen im Gestein ausgelösten Erschütterung, die große Schäden anrichtete. Besonders betroffen war das Dorf Völkershausen, ein Ortsteil der Vacha, das unmittelbar über dem betroffenen Grubengebiet lag. Zahlreiche Gebäude wurden beschädigt oder zerstört, viele Menschen verloren ihr Zuhause, und die Erschütterung war noch in weiter entfernten Regionen spürbar.

Zum Gedenken an dieses Ereignis wurde auf dem Friedhof der Michaeliskirche in Völkershausen eine Erinnerungsstätte errichtet. Sie wurde von Mike Steinhauer gestaltet und dient als Ort des Innehaltens und der Erinnerung an die dramatischen Stunden jenes Tages. Die Gedenkstätte verbindet die persönliche Trauer der Betroffenen mit der kollektiven Erinnerung an die Naturgewalten und die Risiken des Bergbaus.

In ihrer Gestaltung greift die Erinnerungsstätte symbolische Elemente auf, die die Erschütterung der Erde und die Brüche im Leben der Menschen widerspiegeln. Besucherinnen und Besucher werden dazu eingeladen, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen und der Opfer sowie der Betroffenen zu gedenken. Gleichzeitig steht die Anlage auch für den Wiederaufbau und den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft nach der Katastrophe.

Heute ist die Erinnerungsstätte ein fester Bestandteil der lokalen Erinnerungskultur und ein bedeutender Ort des Gedenkens in der Region. Sie macht deutlich, wie eng das Leben der Menschen in Völkershausen mit dem Bergbau verbunden war – und welche tiefgreifenden Folgen ein solches Ereignis haben kann.

Erinnerungsstätte "13. März 1989" (Gebirgsschlag von Völkershausen)

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